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Kurano

Fast alle fangen an, kaum jemand nutzt KI richtig

57 Prozent der Unternehmen nutzen KI, nur 3 Prozent schöpfen sie stark aus. Woran das liegt und wie der zweite Schritt gelingt.

Stand 04.10.2026 · Thomas KnechtEntwurf von Nora, KI

Vor zwei Jahren war KI im Betrieb noch die Ausnahme. Heute nutzt sie die Mehrheit. Trotzdem hört man in vielen Firmen denselben Satz: „Wir haben es ausprobiert, so richtig gebracht hat es noch nichts.“ Die Zahlen zeigen, dass das kein Einzelfall ist.

Was die Zahlen sagen

Der Digitalverband Bitkom befragt jedes Jahr Unternehmen ab 20 Beschäftigten. 2024 nutzten 20 Prozent KI, 2025 waren es 36 Prozent, 2026 sind es 57 Prozent. Der Einstieg ist also geschafft.

Bei der Frage, wie gut sie die Möglichkeiten ausschöpfen, sieht es anders aus. Von den Unternehmen, die KI einsetzen, sagt keines, es nutze das Potenzial vollständig. 3 Prozent nutzen es eher stark, 28 Prozent eher wenig und 59 Prozent nach eigener Einschätzung überhaupt nicht. Das ist laut Bitkom vom Betrieb mit 20 Beschäftigten bis zum Konzern fast gleich.

Je kleiner der Betrieb, desto seltener die Nutzung. Nach dem Statistischen Bundesamt nutzten 2025 nur 23 Prozent der Firmen mit 10 bis 49 Beschäftigten KI, bei 50 bis 249 Beschäftigten waren es 36 Prozent.

Auch international zeigt sich das Bild. In der weltweiten Umfrage von McKinsey sehen 39 Prozent der Unternehmen überhaupt eine Wirkung von KI auf ihr Betriebsergebnis. Nur etwa 6 Prozent zählen zu den Vorreitern, bei denen KI mehr als 5 Prozent zum Ergebnis beiträgt.

Woran es liegt

Aus unserer Arbeit sehen wir drei Gründe immer wieder.

Ein Chatfenster ist noch kein Ablauf

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagt dazu: „Wer nur eine Lizenz kauft, hat KI eingekauft, aber noch nichts verändert.“ Die meisten fangen mit einem Chatprogramm an. Jeder im Team tippt mal eine Frage ein, formuliert eine Mail um oder lässt sich etwas zusammenfassen. Das hilft im Einzelfall, ändert aber am Ablauf nichts. Die Anfrage kommt weiter per Mail, wird weiter von Hand abgetippt und liegt weiter auf demselben Stapel.

Es fehlt das Wissen, nicht das Geld

Unter den Firmen, die KI noch nicht nutzen, fehlt laut Bitkom 85 Prozent das technische Wissen zur Umsetzung. Beim Statistischen Bundesamt nennen Firmen, die KI erwogen haben, fehlendes Wissen mit rund 72 Prozent als häufigste Hürde. Die Kosten nennen nur rund 32 Prozent.

Niemand kümmert sich

Eine Automatisierung ist kein einmaliges Projekt. Sie muss beobachtet, angepasst und gepflegt werden. Fehlt dafür jemand, schläft sie ein. Das Beratungsunternehmen Gartner rechnet damit, dass bis Ende 2027 über 40 Prozent der Projekte mit KI-Agenten abgebrochen werden.

Was wirkt, wenn es richtig gemacht ist

Dass sich KI lohnen kann, ist gut belegt. In einer Studie mit 5.172 Beschäftigten im Kundenservice stieg die Produktivität mit KI-Unterstützung um 14 bis 15 Prozent (Brynjolfsson, Li und Raymond, Quarterly Journal of Economics 2025). In Deutschland haben laut Bitkom 66 Prozent der KI-Nutzer ihre Wettbewerbsposition verbessert, 48 Prozent konnten interne Abläufe deutlich beschleunigen.

Ein Wunder ist das nicht. Für die Gesamtwirtschaft erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft von 2025 bis 2030 trotz KI im Schnitt nur 0,9 Prozent mehr Produktivität pro Jahr. Der Vorsprung entsteht im einzelnen Betrieb, nicht von allein.

Der zweite Schritt

Der Unterschied zwischen ausprobieren und nutzen ist kleiner, als er klingt. Fünf Dinge reichen:

  1. Ein Ablauf statt vieler Ideen, zum Beispiel die Bearbeitung von Anfragen oder Bewerbungen
  2. Eine Zielgröße, die Sie messen können, etwa Stunden pro Woche oder Tage bis zur Antwort
  3. Eine Person, die sich dauerhaft kümmert
  4. Eine klare Freigabe, bei der ein Mensch entscheidet, was rausgeht
  5. Nach vier Wochen ein ehrlicher Blick auf die Zahl

Läuft der erste Ablauf, kommt der nächste dazu. So wächst KI in den Betrieb hinein, statt als Werkzeug am Rand liegen zu bleiben.

Was ein Ablauf bei Ihnen kostet, können Sie in unserem Artikel Was kostet ein Ablauf wirklich? nachrechnen.

Quellen

Entworfen von Nora, unserer KI-Assistentin. Geprüft und freigegeben von Thomas Knecht.

Ein Gespräch, 30 Minuten. Danach wissen Sie, ob es sich lohnt.

Kein Verkaufsgespräch, sondern ein ehrlicher Blick auf Ihre Abläufe.